Schlafmedizin

Schlafbezogene Atmungsstörungen können in jedem Alter den Schlaf beeinträchtigen und zu einem nicht-erholsamen Schlafverhalten führen. Dies wiederum kann die Ursache für Probleme im Alltag wie Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, schlechten Schulleistungen bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten liegen. Auch Aggressivität und Hyperaktivität werden in diesem Zusammenhang beobachtet. Damit können die Symptome denen eines ADS oder ADHS stark ähneln oder ein solches imitieren.

 

Nur Schnarchen oder ein relevantes Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom?

Nicht nur Erwachsene, sondern auch 12-15% der Kinder im Vorschulalter schnarchen häufig im Schlaf. Dabei handelt es sich nicht immer nur um ein Geräusch. Bei durchschnittlich jedem zweiten schnarchenden Kind tritt dabei eine derart ausgeprägten Enge der Luftwege auf, dass bedeutende schlafbezogene Atmungsstörungen bis hin zu Atempausen und ein Absinken des Sauerstoffgehaltes im Blut auftreten können, sogenannte Desaturation. Ob eine derartige Problematik, ein Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom vorliegt oder nicht, lässt sich mit einer einfachen Schlafuntersuchung, einer respiratorischen Polygraphie gut untersuchen und diagnostizieren. Diese Schlafuntersuchung, die wir ambulant durchführen können, bringtin den meisten Fällen ein zuverlässiges Ergebnis und erlaubt, eine korrekte Diagnose zu stellen. Dies ist wichtig, um die weitere Therapie festzulegen.

 

Unkonzentriert und unruhig im Alltag? Ein ADHS wird vermutet? Steckt allenfalls ein Schlafproblem dahinter?

Viele Kinder zeigen eine ausgeprägte körperliche Unruhe am Tag. Sie können sich kaum ruhig halten, müssen sich ständg bewegen. In der Schule fallen sie durch mangelnde Konzentration und Aufmerksamkeit auf, oft auch durch ein schwieriges oppositionelles Verhalten. Eine häufig gestellte Frage ist bei solchen Kindern, ob ein Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) vorliegt.

Wichtig zu wissen ist, dass unzureichender Schlaf ganz ähnliche Verhaltensweisen hervorruft, wie es beim ADHS der Fall ist. So sollte gemäss der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) bei einer Abklärung auch immer das Schlafverhalten der Kinder berücksichtigt und ggf. eine Untersuchung des Schlafs veranlasst werden.

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